Von Füssen nach Garmisch-Partenkirchen

Da es am Samstag, den 29.03.2025 nicht aufhören wollte zu regnen, beschloss ich die Reise nicht fortzusetzen und stattdessen noch einmal über meinen Rucksack zu schauen. Es wurde mir geraten, mir für meine Reise in die Alpen Gamaschen und Grödel zuzulegen. Also besorgte ich mir in Kempten Grödel und Gamaschen und tauschte gleichzeitig meinen drückenden Gürtel gegen einen neuen aus.

So startete ich am 30.03.2025 meinen Weg nach Füssen. Mit Essen und Trinken im Gepäck, guter Laune und gutem Wetter wollte ich von dort über das Ammergebirge bis nach Garmisch-Partenkirchen wandern. So wanderte ich von Füssen nach Hohenschwangau und von dort in Richtung Tegelbergkopf. Schnell ließ ich die lauten Touristen hinter mir und startete dem Marienweg folgend, den Aufstieg zur Tegelberghütte.

Der Aufstieg war alles andere als einfach und je höher ich kam, desto häufiger säumte Schnee den schmalen Pfad, bis dieser bald ganz von Schnee und Eis bedeckt war. Ich war froh, Grödel und Gamaschen gekauft zu haben, streifte beide über und lief weiter. Alsbald war alles mit Schnee bedeckt und manchmal sank ich über einen Meter tief mit einem Bein im Schnee ein. Schweißnass, da jeder Tritt äußerster Aufmerksamkeit bedurfte, wanderte ich so bis zum Tegelberhaus und überquerte dabei durch Lawinen überschüttete Bereiche, wo der Weg zur Unkenntlichkeit überrollt worden war.

Aufgrund der zunehmend schlechten Wetterlage, die durch das Abrufen der Wetterinformationen meines GPS’s bestätigt wurde, war an ein Weiterwandern am nächsten Tag und das Erreichen Garmisch-Partenkirchens auf dem Weg der Via Alpina nicht mehr zu denken.

Also übernachtete ich an der Tegelhütte und machte mich um 06:30 Uhr am Morgen des 31.03.2025 auf den schnellsten Rückweg den Berg hinunter. Dabei mied ich den überschütteten Marienweg und folgte dem Engelstieg ins Tal. Gerade rechtzeitig, da es heftig zu schneien begann. Je tiefer ich kam, desto nasser wurde der Schnee, bis er sich in Regen verwandelte und auch der Schnee am Berg verschwand. Keine drei Stunden später war ich wieder in Füssen und mit Bus und Bahn auf dem Weg nach Garmisch-Partenkirchen.

Dort angekommen regnete und schneite es immer noch und ich war froh, dass ich bei Louise, die ich über Couchsurfing kontaktiert hatte, unter kommen konnte. Da ich gegen Mittag in Garmisch-Partenkirchen ankam, hatte ich die Gelegenheit, Louise in ihrer Schule – der Fachakademie für Raum- und Objektdesign – besuchen zu können. Abends fuhren wir zusammen mit ihren Freunden zum Sport. Frisbee im Teamplay war eine ganz neue und interessante Sportart, die ich so noch nicht erleben durfte. Anschließend kehrten wir noch in einen Pub ein, aßen Pizza und tranken Bier, um den Abend abzurunden.

Ich blieb noch einen weiteren Tag in Garmisch-Partenkirchen. Zum einen regnete und schneite es immer noch, zum anderen hatte ich einen nicht unerheblichen Muskelkater von den Strapazen der vorherigen Tage, der auskuriert werden wollte. Um den zusätzlichen Tag in der WG auszugleichen, zauberte ich zum Abendessen ein veganes Curry mit Reis.

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