Die Reise
Abenteuerlust
Es gibt Momente im Leben, in denen der Drang nach Freiheit und Abenteuer so stark wird, dass nichts anderes mehr zählt als der Weg, der vor einem liegt. Dieser Moment ist für mich gekommen, denn in den letzten Jahren ist dieser Drang in mir immer stärker geworden. Aus diesem Grund möchte ich in den kommenden Monaten reisen und einen Teil der mir unbekannten Welt selbst erforschen und erleben. Daran werde ich als Mensch wachsen. Ich möchte nur mit den nötigsten Mitteln reisen: Zelt, Isomatte, Schlafsack, minimale Ausrüstung und Kleidung sowie Nahrung für drei Tage. Denn es ist nicht das Ziel, das zählt, sondern der Weg, den man während dieser Zeit geht. Alleine oder mit Menschen, denen man dabei begegnet.
Die Reise bedeutet für mich das Wesentliche im Leben zu erfahren: Zum einen, indem ich alleine zu Fuß unterwegs bin und auf mich selbst gestellt – zum anderen durch die menschlich-interaktive Komponente der Reise. Das Wandern in der Kombination mit Trampen ist für mich mehr als eine einfache Art zu reisen. Es ist eine bewusste Entscheidung, mich den unbekannten Elementen zu stellen und herauszufinden, wie ich mich in verschiedenen Umgebungen zurechtfinde – sei es in der Wildnis, in abgelegenen Dörfern oder in fremden Städten. Ich werde lernen, mit dem, was mir zur Verfügung steht, kreativ zu sein und mich anzupassen.
Wandern
Wie finde ich Wasser und Nahrung? Wie finde ich einen geeigneten Unterschlupf? Wie orientiere ich mich in der Wildnis? Aber vor allem: Wie gehe ich mit den unvorhersehbaren Herausforderungen um, die mich immer wieder überraschen und konfrontieren werden? In einer Welt, die immer mehr auf Konsum und Komfort setzt, will ich zurück zu den Ursprüngen. Zurück zu einem Leben, das im Einklang mit der Natur und den einfachen, aber tiefgreifenden Bedürfnissen des Menschen steht: dem Überleben und der damit einhergehenden Selbstfindung. Für mich ist das Reisen nicht nur eine Sehnsucht oder ein Abenteuer, sondern eine Herausforderung an mich selbst, um mich besser kennen zu lernen und an die Grenzen meiner Fähigkeiten zu stoßen. Ich möchte die eigene Komfortzone zu verlassen, um über sich selbst hinauswachsen zu können.
Neben dem Aspekt der physischen Anstrengung spielt auch die Psyche, das mentale Durchhaltevermögen, eine tragende Rolle. Die Natur am eigenen Körper zu erfahren und jeden Tag aufs Neue zu improvisieren, wird mir helfen, meinen Horizont zu erweitern. Mit wachsendem Vertrauen in die eigene Entschlossenheit und Resilienz.
Trampen
Durch das Trampen möchte ich kulturellen Austausch erfahren: Die Begegnungen mit fremden Menschen, das Teilen von Momenten und das Eintauchen in fremde Kulturen. Das gegenseitige Erleben und Wertschätzen fremder Normen und Werte und das aktive Wahrnehmen der kleinen Dinge und Momente im Leben.
Vom Trampen erhoffe ich mir während dieser Reise die Chance interkulturellen Austausch zu leben und mehr über mir fremdartige Dinge, Bräuche und Traditionen zu lernen. Trampen als eine Reise zu den Menschen aber auch zu mir selbst. Jeder Ort, an dem ich Halt mache, erzählt eine eigene Geschichte und jeder neue Mensch, den ich treffe, öffnet mir eine neue Perspektive. Ich möchte in das Herz der Kulturen eintauchen, in das tägliche Leben der Menschen und in ihre Geschichten, die sie so bereitwillig teilen, wenn man ihnen zuhört. Das ist, was mich wirklich interessiert – nicht die oberflächlichen Eindrücke, sondern das authentische, tiefere Verständnis von dem, was uns alle verbindet. Diese Reise ist für mich eine Gelegenheit, mit offenen Augen und einem offenen Herzen die Welt zu entdecken – ohne Filter, nur mit den nötigsten Mitteln und voller Neugier. Ich werde nicht nur geografische Grenzen überwinden, sondern vor allem auch die Grenzen meines eigenen Horizonts.
Ich freue mich auf die Natur und die Menschen, die ich auf meinem Weg treffen werde und die Erfahrungen und Erkenntnisse. Hoffentlich verstehe ich die Welt nach meiner Reise ein bisschen besser.